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Senioren-Kathrein-Kränzchen in Wultendorf

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Dorfwiazhaus Ameis

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Staatz, Alte Laaerstraße

>> 01.12.2017

Punsch beim 1. Adventfenster

Dorfwiazhaus Ameis

Historisches

Ameiser Geschichte: Föllimer Bürgermeister in Ameis verunglückt

Ameiser Geschichte: Föllimer Bürgermeister in Ameis verunglückt

Ein Stück Geschichte aus den Jahre 1874, das nicht einmal in der Ameiser Chronik nachzulesen ist:
Bei einem tragischen Jagdunfall kam der Föllimer Bürgermeister Sebastian Ollinger in Ameis ums Leben.
"In dem der Propstei Staatz gehörigen Walde zu Ameis wurde am 1. Dezember 1874 eine Jagd abgehalten, zu welcher sich auch Franz Ritter, Unterlehrer zu Staatz, einfand, nachdem er vorher zu diesem Behufe von Wilhelm Hubmayer ein Lesaucheux-Gewehr *) entlehnt und dabei geäußert hatte, dass er mit Lesaucheux-Gewehren umzugehen wisse.
Unter Führung des Johann Mattausch, dem die Aufstellung oblag, gingen die Schützen paarweise durch einen Hohlweg, wobei Ritter das mit Schrot geladene Gewehr auf der linken Schulter in der Weise trug, dass die Läufe nach vorwärts, gerade auf Sebastian Ollinger gerichtet waren. Als nun der Arrangeur Mattausch rief, dass einer der Jäger stehen bleiben möge, blieb Ollinger stehen und kam dabei mit der Gewehrmündung Ritters in Berührung, worauf sich der Schuss entlud und Ollinger am rechten Vorderarme und in der Brust verwundete, in Folge welcher Verletzung der Tod desselben eintrat.
Ritter wurde am 16. April vom Schwurgerichte Korneuburg wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens zu einer Woche strengen Arrests und wegen unbefugten Waffentragens zu einer Geldstrafe von 5 Fl. **) verurteilt."
*) Lesaucheux-Gewehr = Hinterlader-Gewehr; **) 5 Fl. = 5 Gulden
Der erste Zeitungsbericht im "Welt-Neuigkeits-Blatt" v. 6. Dezember 1874 ist hier nachzulesen.
Über das Gerichtsurteil wird am 22.04.1875 berichtet: Hier nachlesen.


Die Turmuhr

Die Turmuhr

Unser Schatzkisterl ist um ein tolles Foto reicher: Ein Bild unserer Kirche mit Turmuhr. Bekommen haben wir das Bild über Fritz vom Nachbarn des Vaters von Hannes Rieder aus Poysdorf ...
Wann wurde das Foto geknipst? Kann jemand weiter helfen? Mit folgenden Anhaltspunkten kannst du mitforschen:
- Die Uhr wurde vermutlich bei der Turmrenovierung 1895 eingebaut.
- Im rechten unteren Eck des Bildes ist ein Teil des Ortsgrabens mit einem Entwässerungsrohr erkennbar. Der Kirchenpark, der bis dahin laut Chronik "Tummelplatz für die liebe Jugend, Standplatz für die Zigeunerwägen und noch dazu durch drei Jauchegruben verunreinigt" war, wurde 1910 saniert. Dabei wurden die am Bild sichtbaren Rohre verlegt und die offenen Kanäle zugeschüttet.
- 1911 wurden im Kirchenpark zwei neue Eschen gepflanzt. Eine davon könnte die im Bild erkennbare sein.
- 1923 wurde eine neue Kirchenuhr angeschafft.
- 1926 wurde das Kirchendach ausgebessert. Im Bild weist das Kirchendach noch arge Schäden auf.
- 1929 wurde das Missionskreuz montiert, das es auf dem Foto noch nicht gibt.
- Links vom Haupteingang erkennt man übrigens noch das 1965 entfernte "Totenhäusl". Die Tür des Totenhäusels musste übrigens bis in Jahr 2015 noch lange gute Dienste leisten: Als Eingangstür in der Pfarrhofmauer.
Die Turmuhr wurde 1945 außer Betrieb gesetzt. Eine Bombe war in unmittelbarer Nähe eingeschlagen und hatte die Kirche und auch die Uhr schwer beschädigt. Die mechanischen Einzelteile sind angeblich noch vorhanden.
> Link zum Foto


Staatz 1916

Staatz 1916

Uns wurde eine wunderschöne Ansichtskarte aus dem Jahr 1916 zur Verfügung gestellt. Motiv ist der Staatzer Berg über Enzersdorf hinweg vom Auberg aus betrachtet.


Vor 150 Jahren: Kriminalfall in Ameis

Vor 150 Jahren: Kriminalfall in Ameis

Beim durchstöbern alter Zeitungen kam mit Berichten über einen alten Kriminalfall ein Stück Ameiser Geschichte wieder zum Vorschein. Der Fall wird kurz auch in der Ameiser Chronik erwähnt: Ein Raubmord in der Dreikönigsnacht des Jahres 1865. In den Zeitungen kann man alle Einzelheiten über die "That" nachlesen. Hier ein paar Auszüge:


"Am Morgen des 7. Januar fand der 20jährige Johann Steingassner, der in einer abgelegenen Kammer geschlafen hatte, seine Mutter Josepha und seinen 76jährigen Oheim Joseph Steingassner in dessen Haus ermordet auf. ..."
"Beiden hatte der Mörder den Hals durchschnitten und den Kopf zerschmettert. ... Auf dem Tisch lag ein blutiges Rasiermesser, ..."
"In der Küche fand man in einer Reine Reste einer Eierspeise aus 20 Eiern, welche vom Thäter nach der That verspeist wurde. ..."
"Als Thäter wurde in Schrattenberg der 30jährige Pferdeknecht Joseph Kropfinger aus Kirchstetten gefänglich eingezogen. Kropfinger hatte von den letzten zwölf Jahren seines Lebens nicht weniger als acht Jahre im Gefängnis zugebracht. ..."

Hier kannst du die ersten Zeitungsberichte zur "That" nachlesen: > "Die Presse" > "Neue Freie Presse"
Bereits drei Tage später konnte der Verdächtige verhaftet werden: > "Das Vaterland"
Berichte vom Gerichtsprozess: > "Die Presse" > "Die Debatte" > "Neue freie Presse 1" > "Neue freie Presse 2"
Die Berichte sind rot eingerahmt, zum Lesen der Zeitungen bitte Ansicht vergrößern! Noch mehr alte Zeitungsberichte über Ameis können übrigens in unserem "Schatzkisterl" nachgelesen werden.


Pumpenweihe 1932

Pumpenweihe 1932

Monika stellte uns einen wahren Schatz aus dem Fotoalbum zur Verfügung: Ein tolles Foto von der Pumpenweihe 1932 vor dem alten Ameiser Feuerwehrhaus mit voller Mannschaft in schmucken Uniformen. Ob sich wohl noch feststellen lässt, wer die Herren waren? > Das Bild in Vergrößerung kannst du dir hier ansehen.


Geschichte aus Ameis - brandgefährlich

Geschichte aus Ameis - brandgefährlich

In der Ameiser Chronik gibt es für das Jahr 1840 einen ausführlichen Bericht über die damalige Feuersbrunst. Das wir mit diesem Schicksal nicht die einzigen waren und wie viel Entschädigung von der "K.K. privil. wechselseitigen Brandschadenver-sicherungs-Anstalt" nach Ameis gezahlt wurden, kann man in einer alten Zeitung nachlesen:
> Link zur "Wiener Zeitung" v. 29.01.1841
Feuerkatastrophen waren bei den mit Stroh gedeckten Häusern (die gab es in Ameis sogar noch um 1930) keine Seltenheit. Die Übersicht in der genannten Zeitung zeigt, wie unglaublich viele Orte damals betroffen waren.
Obwohl in der Chronik von einer Feuersbrunst im Jahr 1850 nichts zu lesen ist, gibt es in der amtlichen Wiener Zeitung eine entsprechende Mitteilung: > Link zur "Wiener Zeitung" v. 27.02.1851
Bereits in den "Vaterländischen Blättern für den österreichischen Kaiserstaat" v. 25. Juni 1814 wird über eine Feuersbrunst in Ameis berichtet und gleichzeitig über Untersuchungen und Ursachen der zahlreichen Brände in unserer Gegend. > Link zu den "Vaterländischen Blättern für den österr. Kaiserstaat"
Das Foto zeigt Staatz aus unserer Blickrichtung im Brandjahr 1814.


Kirtag in Ameis

Kirtag in Ameis

Ob's 2014 beim Stadler einen Kirtag gibt? Wir wünschen es uns alle. Einen Kirtag 1924 hat es da auf jeden Fall gegeben, wie unser Foto beweist. Auf diesem Bild noch jemanden zu identifizieren wird kaum noch möglich sein. Mit dabei war ganz sicher der Stadlerwirt und offensichtlich die bis heute jung gebliebene Ortsmusik.
> Schau dir hier das Bild in voller Größe an.
Das Bild stammt aus dem Archiv der Marktgemeinde Staatz. Mit der Aktion "Kennen sie dieses Gesicht" wird versucht, mit Hilfe der Gemeindebürger zahlreiche historische Fotos aufzuarbeiten. Dazu werden in regelmäßigen Abständen alte Fotos veröffentlicht. Wer zum Aufnahmedatum, Ort und vor allem zu den Menschen auf einem der Bilder etwas sagen kann, wird gebeten, sich mit dem Gemeindeamt in Verbindung zu setzen.
> Nähre Infos zur Aktion und alle veröffentlichte Bilder findest du hier.
> Link zur HP der Marktgemeinde.


Das historische Foto der Woche in der NÖN: "Vor 42 Jahren ...

Das historische Foto der Woche in der NÖN: "Vor 42 Jahren ...

... am 15. Jänner fuhr hinter dem Friedhof von Ameis der Personenzug DE 36 Richtung Enzerdorf bei Staatz."
In der aktuellen NöN Woche 17/2014 wurde in der Rubrik "Historisches Foto" dieses Bild aus Ameis vorgestellt. Das Foto wurde von Ing. Peter Wegenstein 1972 geknipst und in seinem Buch "Wege aus Eisen im Weinviertel" (Verlag Edition Winlker-Hermaden aus Schleinbach) veröffentlicht .- 24.04.2014


Die Geigenspieler von Waltersdorf

Die Geigenspieler von Waltersdorf

01.05.2014 - Im Archiv der Marktgemeinde Staatz wurde dieses historische Bild entdeckt. Wie könnte man es anders benennen als "Die Geigenspieler von Waltersdorf"! Das Foto wurde ca. 1940 geknipst und die darauf verewigten Buben konnten nach einem Aufruf im Internet von den Gemeindebewohnern identifiziert werden.
> Das Bild in voller Größe in schwarz-weiß
> ... oder coloriert


In der Zeitung steht ...

In der Zeitung steht ...

Alte Zeitungen machen oft eine Zeit lebendig, die für uns unvorstellbar weit weg scheint. Dabei sind es nur ein paar Generationen, die uns z.B. vom Jahr 1866 und von unserem Ur-Ur-Großvater trennen. Da gab es selbstverständlich schon Zeitungen und in denen auch Berichte über Ereignisse in Ameis, wie beispielsweise die folgende Pressemeldung vom 2. September 1866:
Aus Mistelbach wird uns geschrieben, dass sich die Cholera ... auf die Einwohnerschaft verpflanzt hat. .... Die in der letzten Zeit von der Krankheit ergriffenen Personen bekamen so heftige Krämpfe, dass sie binnen drei Stunden Leichen waren. .... In Paasdorf und Asparn a. d. Zaya hat die Epidemie nachgelassen; desto heftiger tritt sie aber in Hüttendorf und Ameis auf. In Staatz existieren nur mehr vier Ehepaare. Alle anderen sind ...
Vielleicht sollten wir beim nächsten ach so argen Wohlstandsverdruss an die Probleme denken, mit der sich unsere Ur-Ur-Oma herumschlagen musste!
> Hier kannst du den ganzen Bericht in der Zeitung "Die Debatte" vom 2. September 1866 nachlesen.


Staatz im Jahre 1810

Staatz im Jahre 1810

Dieses besondere Bild zeigt die Probstei Staatz vor mehr als 200 Jahren im Jahre 1810. Die im Hintergrund erkennbare Burg war ein paar Jährchen davor von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden (24. April 1645). Direkt vor dem Staatzer Berg prunkt das noch taufrische Staatzer Schloss (es wurde erst nach der Zerstörung der Burg errichtet) noch einer glanzvollen Zukunft entgegen. Das Schloss wurde erst 135 später (1945) ein Raub der Flammen. Rechts davon steht die Probstei und die Staatzer Kirche. Der Vordergrund zeigt das Dorfleben in Enzersdorf. Einfache noch mit Stroh gedeckte, teilweise unverputzte Gebäude, unbefestigte Straßen und Wege. Eine feine Dame mit Hut in Herrenbegleitung belebt das Bild ebenso wie ein paar Kühe und arbeitende Menschen.
> Das Bild in Detailansicht
Der Schöpfer dieses Werkes ist der schon in seiner Zeit sehr bekannte böhmische Landschaftsmaler Karl Postl. Da er für seine realitätsnahen Landschaftsdarstellungen bekannt ist, kann man davon ausgehen, dass er uns mit diesem außergewöhnlichen Bild wie durch ein Zeitfenster einen Blick auf unsere Heimat vor mehr als 200 Jahren machen lässt.
> Link zu Karl Postl in Wikipedia



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