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Brauchtum

2017 - 200 Jahre "Schauermontag"

2017 - 200 Jahre "Schauermontag"

Pater Christian Fichtinger und Pfarrer Christian Wiesinger aus Gaubitsch als Vertreter des Dekanats Laa-Gaubitsch (die Pfarre Ameis-Föllim ist Teil des Dekanats Laa-Gaubitsch) mit den Ministrantinnen Kathrin und Verena bei der Andacht in der Wallfahrtskirche Maria Bründl.
Am 29. Mai pilgerten die Föllimer und Ameiser bei der Schauermontags-Prozession zum 200. Mal nach Maria Bründl. Traditionell marschieren die Wallfahrer in einer Art Sternenmarsch in Ameis und Föllim los und treffen sich in Kleinhadersdorf, von wo aus sie gemeinsam zur Wallfahrtskirche ziehen. Auslöser für die Schauermontags-Wallfahrt war bekanntlich ein Hagelunwetter im Jahre 1817. Aber nicht nur. Was wirklich war, kannst du bei uns nachlesen:
"1817 zerstörte ein fürchterliches Hagelunwetter die Ernte in der Umgebung von Staatz (Schauermontag)." Mit diesen nüchternen Worten ist in der Ameiser Chronik das furchtbare Unglück beschrieben, das im Jahre 1817 auch über Ameis hereinbrach.
Der Ernteausfall traf die Menschen gerade damals ganz besonders hart. Es war nämlich nicht nur das Unwetter am Schauermontag, das ihnen damals so arg zu schaffen machte.
Abgesehen davon, dass man gerade die Folgen der Kriege gegen Napoleon (bis 1815) zu überstehen hatte, befand man sich mitten im kältesten Jahrzehnt der letzten 500 Jahre. Dabei wurden insbesondere große Teile von Nordamerika und Europa von einer ganzen Serie folgenschwerer Wettererscheinungen heimgesucht. Ein Hinweis darauf findet sich in der Poysdorfer Chronik: "1813 - 1818 waren Missjahre, die kalt und nass waren, so dass die Leute zum Branntwein griffen und statt Brot Erdäpfel aßen."
Auslöser für die Klimaveränderung war ein Vulkanausbruch in Kolumbien (1809). Ein zweiter Vulkanausbruch im heutigen Indonesien im April 1815 führte dann endgültig zur Katastrophe. Die Klimaveränderung beeinflusste das Wetter so arg, dass das Jahr 1816 als Jahr ohne Sommer in die Geschichtsbücher einging. Frost und Schnee das ganze Jahr über, Unwetter, Überschwemmungen, explodierende Lebensmittelpreise und schließlich Hungersnöte waren die Folge.
Das Jahr 1817 begann nicht viel besser. "Vom 19. bis 22. April schneite es so heftig, dass keine 10 Pferde die Wagen in den Straßen im Schnee vorwärts brachten", steht in der Poysdorfer Chronik zu lesen. Dann das große Unglück: Am Schauermontag wurde durch ein Hagelunwetter unsere gesamte so dringend erwartete Ernte des Jahres 1817 zerstört.
Die Folgen der Klimaveränderung wirkten noch viele Jahre nach. So etwa ist in unserer Chronik vermerkt: "1821 war der kälteste Sommer seit Menschengedenken."
Seit dieser schweren Zeit pilgern die Menschen von vielen Orten aus beim "Bittgang" nach Maria Bründl.
> Werner Kraus hat von der Jubiläums-Andacht Fotos zur Verfügung gestellt.
> Der NöN-Bericht von der 200. Schauermontags-Wallfahrt.


Gruschi Gruschi

Gruschi Gruschi

Wir freuen uns, dass unsere Ameiser Kinder wie hier Marie und Jakob noch immer "Gruschi-Gruschi gehen". Bei diesem alten Brauch läuten sie am Faschingsmontag und Faschingsdienstag schön maskiert an die Türen und bitten mit einem netten "Gruschi Gruschi" um ein paar "Groschen".
Übrigens: Obwohl das von Haus zu Haus gehen der Kinder am Faschingsdienstag in unserer Gegend üblich war und sogar bei unseren nördlichen Lieblingsnachbarn in Deutschland und in der Schweiz bekannt ist, gibt's rund um Ameis kaum noch jemanden, der den Brauch kennt.


Holzheber in Poysdorf - Nun auch in der NöN

Holzheber in Poysdorf - Nun auch in der NöN

Am 1. Mai waren unsere Holzheber in Poysdorf im Einsatz. Sie zeigten vor dem staunenden Publikum die allgemein schon in Vergessenheit geratene Technik, mit der noch nach dem 2. Weltkrieg schwere Holzstämme auf Wagen aufgeladen wurden.
> Link zum NöN-Bericht
> Link den Bildern
> Holzheben - ACHTUNG NEU ÜBERARBEITET


Maibaum - Tradition

Maibaum - Tradition

Beim Maibaumaufstellen sind wir Ameiser noch so richtig schön traditionell. Wir verwenden nichts als die rohe Manneskraft. Und von der gibt's hier noch reichlich: Zwei, dreimal ho ruck und der Baum steht da wie eine Eins!
Der Maibaum ist international und die Bräuche rund ihn sind äußerst unterschiedlich. Obwohl sich die Maibaumtradition im Detail oft sogar von Ort zu Ort unterscheidet hier eine Übersicht über die Weinviertler Maibaumtradition.
Maibaum stehlen:
Maibäume werden in der Regel schon vor der Walpurgisnacht (30.4.) gefällt und können daher auch schon vorher gestohlen werden. Da bleibt bis zum 1. Mai noch genug Zeit für das Auslösen und den Rücktransport. Legt während des Klauversuches ein Bewacher noch im Ortsgebiet seine Hand auf den Baum und spricht die Worte: "Der Baum bleibt da", dann darf der so geschützte Maibaum von den Maibaumdieben nicht mehr angerührt werden. Ein gestohlener Baum kann nach Verhandlungen üblicherweise mit Naturalien (Speisen, Getränke) ausgelöst werden.
Maibaum-Umschneiden: Der aufgestellte Baum muss bewacht werden. Das Verstellen mit Autos etc. ist erlaubt. Für's Umschneiden sind nur ein Handsagl (Handsäge) oder ein Hackl (eine Axt) erlaubt (auf keinen Fall eine Motorsäge) und das auch nur in der Nacht zum 1. Mai bis 6 Uhr. Der aufgestellte Baum gilt dann als umgeschnitten, wenn die Diebe den Baum um mindestens 45° umgelegt haben. Wenn vorher einer der Bewacher die Diebe erwischt, müssen die Diebe den Baum wieder aufstellen und dazu einige Fässer Bier zahlen.
Der Maistrich (eine Kalklinie zwischen zwei Häusern) wird gezogen, um zwei Liebende oder sich noch nicht Liebende zueinander zu führen, oder um der Öffentlichkeit einen Wink auf das geheime Liebesleben der Beteiligten zu geben. Wer sich beim Maistrich-Fabln erwischen lässt, muss zumindest mit verbalen Watschn rechnen.
Wer als Maibaum-Bestohlener oder Be-Maistrichter die Polizei einschaltet, verstößt gegen das Brauchtum und riskiert seine Ehre. Wer sich bei diesen Traditionen an die Regeln hält, wird bei Verfolgung durch die Polizei sehr kulant behandelt. Ganz und gar nicht traditionell ist es, wenn man etwas beschädigt, jemanden verletzt, etwas mit Farbe beschmiert oder jemanden mit Aufschriften beschimpft oder beleidigt.
Datenquellen: NÖ Landesarchiv, Wikipedia, diverse Webseiten.
Beim Maibaum-Aufstellen 2012 ist ein Video gelungen: > Link zum Video
Die Fotos - geknipselt und zur Verfügung gestellt von Sandra - gibt's > hier.


2014 - "Mir ratschen, mir ratschen de Pumpermettn, alte Weiber, steht`s auf und backt`s Osterfleckn"

2014 - "Mir ratschen, mir ratschen de Pumpermettn, alte Weiber, steht`s auf und backt`s Osterfleckn"

In der Nacht vom Karfreitag auf Karsamstag hat es in Ameis ordentlich "gepumpert". Wer ist nicht munter geworden?
Den alten und fast schon vergessenen Brauch, der aber in einigen Orten in der Umgebung doch noch gepflegt wird, hat unsere Jugend in der Nacht vom Karfreitag auf Karsamstag wieder aufleben lassen: Das Ratschen zur Pumpermettn. Danke an unsere Jugend, die immer wieder längst schon vergessene Traditionen wiederentdeckt.

Übrigens: Das eher vergnügliche "de Pumpermettn ratschen" fiel "damals" zeitlich mit den Unruhnächten zusammen. In denen erlaubten sich die Burschen im Dorf so manches "Späßchen". Werner Galler schreibt in seinem Buch über heimische Bräuche: "Die Burschen stellen z.B. in den Karnächten schwere Holzblöcher vor die Haustüren, so dass die Bewohner in der Früh nicht hinaus können. Es wurden auch schon Rauchfänge verstopft. In der Nacht holten die Burschen aus Höfen und Schupfen alle Holzböcke. Vor der Kirche wurden diese Geräte in Reih und Glied ausgerichtet und mit gleichfalls entwendetem Rossgeschirr angeschirrt. ... Nicht immer verliefen die Unruhnächte so witzig. In den Kartagen 1970 musste der Gendarmerieposten Staatz gegen betrunkene Burschen vorgehen, die sich `wie die Wilden benahmen` und auch Schaden anrichteten."


20.04.2014 - "Bitt um a rots Oa" - Ameiser Brauchtum im Landesmuseum

20.04.2014 - "Bitt um a rots Oa" - Ameiser Brauchtum im Landesmuseum

Das "Bittn um a rots Oa" der Kinder am Ostersonntag bei der Oma kennt ein jeder. Das Eierholen der Burschen bei den Mädchen im Dorf dagegen gibt es in Ameis schon lange nicht mehr. Und das ist fast amtlich:
"Seit 1950 ist der Brauch des Eierholens in Ameis abgekommen. Vorher gingen die Burschen in Gruppen zu drei oder vier zu den Mädchen. Jeder Bursch besuchte jedes Mädchen, keines wurde vergessen. Die Eier wurden ´simperlweis´ aufteilt". ´Der, den was recht gern ghâbt hât, hât a gschriebans kriagt´. ...."
Dies ist ein kurzer Auszug aus dem 1975 erschienen Buch "Ostern in Niederösterreich" von Werner Galler. Er beschreibt, wie genau der Brauch "Bitten um a rots Oa" ging, welcher Bursche welches Mädl besuchen durfte und was auf den Eiern so alles geschrieben stand. Das Brauchtum in Ameis wird ganz besonders erwähnt.
Als Quelle für die Details aus Ameis ist "Gewährsmann Eduard Partik, 1967" angegeben. Das Buch aus der "Wissenschaftliche Schriftenreihe NÖ" liegt im Niederösterreichischen Landesmuseum auf.
> Und DU kannst es hier nachlesen!


2013 - Gruschi-Gruschi

2013 - Gruschi-Gruschi

Das "Gruschi-Gruschi gehen" der Kinder am Faschingsmontag und Faschingsdienstag ist eine bei den Ameiser Kindern beliebte Tradition. Heute sind leider nicht mehr so viele unterwegs, aber wir freuen uns über jedes maskierte Kind, das an der Tür läutet und für ein nettes "Gruschi Gruschi" ein paar "Groschen" kriegt.
Übrigens: Obwohl das von Haus zu Haus gehen der Kinder am Faschingsdienstag regional sogar bei unseren nördlichen Lieblingsnachbarn und in der Schweiz bekannt ist, gibt's rund um Ameis kaum noch jemanden, der den Brauch kennt.


Juli 2012 - Ernte wie in alten Zeiten ...

Juli 2012 - Ernte wie in alten Zeiten ...

Obwohl wir mitten im Weinviertel zu Hause sind, war der Getreidebau immer wichtigste Erwerbsgrundlage unserer Bauern.
Eine gute Getreideernte begann schon mit dem Pflug. Pflügen war Schwerstarbeit, die viele Tage im Jahr beanspruchte. Immerhin mussten die Felder bis zu dreimal jährlich geackert werden. Da kamen schon 40 Tage zusammen, an denen Pferde oder Ochsen den Pflug zogen. Danach wurde mit Egge und Walze die Saat vorbereitet und schließlich - nur mit Hilfe eines Sätuches - die Saat händisch ausgebracht.
An der Getreideernte war oft die ganze Familie beteiligt. Der richtige Umgang mit der Sense war Aufgabe der Männer und eine gerade Mahd wollte geübt sein. Das Schnittgut wurde zumeist von den Frauen mit der Sichel aufgenommen. Die Kinder legten die schon im Winter selbst gedrehten Strohbandln aus und der Opa band damit die Bündel zu Garben.
Anschließend wurden die Garben zu "Mandln" zusammengestellt. Wie viele zusammengelehnt wurden, war oft von Dorf zu Dorf unterschiedlich.
In unserer Gegend wurden Getreideernten noch weit nach Ende des 2. Weltkrieges mit Sense und Sichel händisch eingebracht, in kleinen Nebenerwerbslandwirtschaften bis in die 1960er-Jahre.
Gerhard Leisser, Gertrude und Johann Steyrer ernteten noch händisch und sie können mit Sense, Sichel und Strohbandln umgehen. Beim Hintausfest am 2. September zeigten sie das Trischeldreschen vor. Dafür brauchten sie handgemähtes Getreide. Dieses Getreide wurde nun am 10. Juli 2012 stilgerecht mit der Sense gemäht, mit der Sichel zusammengenommen und mit Strohbandln gebunden. Im Stadl wurde das Getreide am 2. September auf dem Dreschboden schließlich ebenso stilgerecht gedroschen.
> Link zu den einzigartigen Bildern vom Getreidemähen mit der Sense!



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